Schaum und ein weicher Schwamm lösen den Schmutz, bevor er über das Glas reibt. Scheinwerfergläser sind heute aus Kunststoff, Scheuermittel hinterlassen darauf feine Kratzer.
Autopflege klingt nach Sonntagvormittag mit Eimer und Politur. Für die meisten Autos reicht deutlich weniger, wenn es zur richtigen Zeit passiert. Ein Klecks Vogelkot kann in der Mittagssonne manchmal schon nach 10 bis 20 Minuten den Klarlack angreifen, und ein verschmiertes Kennzeichen kostet Geld. Ein matter Lack dagegen stört niemanden. Regelmäßige Autopflege heißt deshalb vor allem, die wenigen Dinge im Blick zu behalten, die der Sicht und dem Lack schaden. Dazu gehört auch die Frage, wo Sie überhaupt waschen dürfen. Die Antwort fällt strenger aus als gedacht. Steinschläge und kleine Lackschäden behandeln wir in einem eigenen Beitrag zu Steinschlag und Lackschäden.
Vor der Haustür zu waschen ist meist verboten
Ein Bundesgesetz, das die Autowäsche in der Einfahrt ausdrücklich verbietet, gibt es nicht. Das Wasserhaushaltsgesetz verlangt aber Sorgfalt im Umgang mit allem, was ins Grundwasser gelangen kann. Und auch klares Wasser ohne Shampoo spült Reste von Kraftstoff und Schmierstoffen vom Auto. Auf Rasen oder Kies ist die Autowäsche deshalb eine Gewässerbenutzung ohne Erlaubnis und damit eine Ordnungswidrigkeit. Der Bußgeldrahmen dafür reicht bis 50.000 Euro.
Auf gepflastertem Grund mit Ablauf entscheiden Länder und Gemeinden, und sie entscheiden unterschiedlich. In Nürnberg ist auf dem eigenen Grundstück nur eine schonende Wäsche erlaubt, ohne Reinigungsmittel und ohne Hochdruckreiniger. München erlaubt Hochdruckgeräte unter 60 bar, aber nur auf einer dichten Fläche mit Schlammfang und Anschluss an den Kanal. Auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen ist das Waschen in beiden Städten verboten. Bei Frost auf der Straße kommt die Straßenverkehrs-Ordnung dazu, denn eine glatt gefrorene Fahrbahn kostet 10 Euro Bußgeld.
Ein Gully im Hof ist übrigens keine Garantie. Bei manchen Häusern führt er nicht in die Kanalisation, sondern in eine Versickerung oder über einen Regenwasserkanal in den nächsten Bach. Fragen Sie im Zweifel bei der unteren Wasserbehörde Ihres Kreises nach. Waschanlagen unterliegen eigenen Auflagen der Abwasserverordnung. Sie müssen das Waschwasser so weit wie möglich im Kreislauf führen und einen Grenzwert für Kohlenwasserstoffe im Abwasser einhalten.
In der Waschanlage zählt die Vorwäsche mehr als die Bürste
Die Bürsten in Waschanlagen bestehen aus Kunststoff, als Schaumstoff oder als sogenanntes Textil, und beide eignen sich gleichermaßen. Kratzer entstehen vor allem durch Sand und Schmutz, die die Bürsten über den Lack reiben. Bei einem stark verschmutzten Auto lohnt deshalb eine Waschstraße mit Vorwäsche von Hand oder ein Durchgang mit dem Hochdruckreiniger vorab. Für die übliche Wäsche reicht das Grundprogramm.
Vor der Einfahrt klappen Sie die Spiegel ein und schalten Wischer und Regensensor aus. Hat Ihr Auto eine Heckklappe, die per Fußbewegung aufgeht, deaktivieren Sie diese Funktion, und manche Modelle haben dafür einen eigenen Waschanlagen-Modus. Mit dem Hochdruckreiniger halten Sie mindestens 30 Zentimeter Abstand zu allen Teilen, auch zu Reifen und Gummidichtungen.
Sehen Sie sich das Auto gleich nach der Wäsche an. Entdecken Sie einen Schaden, melden Sie ihn sofort beim Betreiber und lassen Sie ihn sich schriftlich bestätigen. Das Landgericht Frankenthal hat im April 2026 unterschieden: In der Waschstraße, in der Sie im Auto sitzen, müssen in der Regel Sie einen Fehler der Anlage beweisen. In der vollautomatischen Portalanlage an der Tankstelle muss eher der Betreiber zeigen, dass alles richtig lief.
Vogelkot und Harz brauchen schnelle Hilfe
Bei großer Hitze kann Vogelkot die oberste Klarlackschicht angreifen, manchmal schon nach 10 bis 20 Minuten. Auch Wachs schützt nicht dauerhaft. Rubbeln Sie ihn nicht trocken ab, denn darin stecken harte Bestandteile. Legen Sie ein nasses Tuch oder feuchtes Zeitungspapier darauf, bei frischen Flecken für 5 bis 10 Minuten, bei eingebrannten für mindestens eine Viertelstunde. Danach spülen Sie ab und tupfen nach. Glasreiniger hat auf dem Lack nichts zu suchen, er kann ihn stumpf machen.
Baumharz härtet aus und greift den Lack mit der Zeit an. Frisch löst es sich mit heißem Wasser und einem weichen Schwamm. Einen Föhn lassen Sie weg, er trocknet das Harz nur schneller ein. Eine Falle aus dem Sommerurlaub sind Fingerabdrücke mit Sonnencreme. Dunkler Lack erreicht in der Sonne bis zu 80 Grad, und dann können sich die Abdrücke als milchige Flecken in den Lack einbrennen. Wischen Sie sie deshalb gleich ab. Arbeiten Sie bei allen Pflegeschritten im Schatten, sonst trocknen Politur und Wasser zu schnell und hinterlassen Schlieren.
Wachs hält Wochen, eine Versiegelung Monate
Ein Lackschutz verlängert die Zeit, bis Schmutz und Sonne den Lack erreichen. Das Wachs aus dem Programm der Waschanlage hält gut einen Monat, Hartwachs von Hand etwa drei bis sechs Monate und eine professionelle Versiegelung bis zu einem Jahr. Sprühprodukte für zwischendurch halten nur wenige Wochen. Polieren dagegen ist kein Pflegeschritt für jedes Wochenende, denn jede Politur trägt eine hauchdünne Schicht Lack ab.
Die beste Zeit dafür ist das Frühjahr, wenn das Streusalz abgewaschen ist und noch kaum Insekten unterwegs sind. Den Blütenstaub, der dann auf dem Auto liegt, waschen Sie vor allem wegen der Sicht von den Scheiben. Nach einer Wäsche mit Heißwachs wischen Sie die Frontscheibe und die Wischerblätter ab, denn eine Wachsschicht auf dem Glas verschmiert beim nächsten Regen die Sicht.
Streusalz trifft eher Bremsen als Lack
Eine geschlossene Lackschicht hält Streusalz in der Regel aus. Gefährlich wird es dort, wo Kratzer und Steinschläge den Lack schon geöffnet haben, deshalb lohnt es sich, kleine Schäden vor dem ersten Schnee auszubessern. Empfindlicher sind Bremsen und Unterboden, die direkt im Salzwasser arbeiten. Eine Wäsche mit Unterbodenprogramm in regelmäßigen Abständen spült das Salz von dort weg. Bei älteren Autos kann allerdings Wasser an Steckverbindungen gelangen, im Zweifel fragen Sie Ihre Werkstatt.

Bei strengem Frost ist Geduld besser als Glanz. Unter minus zehn Grad setzt das warme Wasser der Waschanlage Lack und Gummi einem Temperaturschock aus. Warten Sie auf einen milderen Tag. Kehren Sie vor der Einfahrt Schnee- und Eisreste vom Auto, denn unter den Bürsten wirken sie wie Schmirgelpapier.
Dichtungen und Wischer brauchen wenig, aber regelmäßig
Gummidichtungen an den Türen halten Wasser draußen und dämpfen Fahrgeräusche. Reinigen Sie sie mit klarem Wasser und behandeln Sie sie vor dem Winter mit Gummipflege oder Silikonöl, dann frieren die Türen nicht fest. Hirschtalg und Vaseline sind dafür nicht mehr die Empfehlung. Der Türschlossenteiser gehört in die Jackentasche oder an die Haustür, im Handschuhfach hinter der festgefrorenen Tür nützt er nichts.
Viele Wischerblätter haben eine dünne Gleitschicht aus Grafit, die Glasreiniger angreift. Ein feuchtes Tuch genügt zum Säubern. Ziehen die Wischer Schlieren, rattern sie oder löst sich das Gummi, wird es Zeit für neue. In Frostnächten stellen Sie die Wischerarme hoch oder legen eine Folie unter. Mischen Sie das Wischwasser im Herbst so, dass es bis minus 20 Grad schützt, und spritzen Sie den Behälter vorher möglichst leer, sonst verdünnt der Rest den Frostschutz. Eine Gewohnheit lohnt sich an Salztagen: Lassen Sie abends nach dem Abstellen kurz die Scheibenwaschanlage laufen. Morgens zieht der Eiskratzer dann keine Salzkörner über das Glas.
Freie Sicht ist Pflicht, Glanz ist Kür
Auf der Innenseite der Frontscheibe bildet sich mit der Zeit ein Film aus Ausdünstungen der Kunststoffe und Schmutz. Bei tief stehender Sonne blendet er stark. Putzen Sie die Scheibe innen senkrecht und außen waagerecht, dann sehen Sie sofort, auf welcher Seite die Schlieren sitzen. Glasreiniger ist innen erlaubt, aufs Armaturenbrett gehört er nicht. Saubere Scheiben beschlagen außerdem weniger.
Außen schreibt das Gesetz die Pflege vor. Das Kennzeichen muss aus mindestens 20 Metern lesbar sein, sonst werden 5 bis 10 Euro fällig. Verschmutzte Scheinwerfer und Rückleuchten kosten 20 Euro, ein freigekratztes Guckloch 10 Euro. Lassen Sie den Motor zum Auftauen im Stand laufen, können 80 Euro fällig werden. Kippen Sie kein heißes Wasser auf eine vereiste Scheibe, denn der Temperaturwechsel kann Spannungsrisse verursachen. Reinigen Sie im Winter auch die Linsen der Kameras und die Sensoren, damit die Assistenzsysteme arbeiten. Scheinwerfergläser aus Kunststoff wischen Sie dabei nur sanft ab, Scheuermittel hinterlassen Kratzer. Im Innenraum ist Glanz Nebensache, und auch hier hilft weniger Kraft. Ein Bürstenaufsatz ersetzt die harte Düse am Staubsauger, die weiche Kunststoffe und Leder zerkratzen kann. Polster reinigen Sie mit Polsterschaum oder einem Nasssauger, am besten an warmen Tagen, weil der Stoff lange zum Trocknen braucht. Lösungsmittel wie Aceton oder Terpentin greifen die Bezüge an, und von Rasierschaum, einem alten Hausmittel, ist inzwischen abzuraten. Leder verliert beim Reinigen Öle und Fette und braucht danach eine Pflege. Bei gelochtem Leder nehmen Sie dafür Schaum, weil Pasten die Löcher zusetzen. Den Innenraumfilter tauschen Sie einmal im Jahr, am besten im Frühjahr, oder nach 20.000 bis 30.000 Kilometern.

Ein sauberes Auto muss nicht glänzen
Kaum jemand braucht ein Auto wie aus dem Prospekt. Wenn Scheiben und Lichter frei sind, das Kennzeichen lesbar ist und der Vogelkot nicht über Nacht bleibt, ist das Wesentliche getan. Der Rest ist Freude an einem gepflegten Auto, und die darf auch mal bis zum nächsten Frühjahr warten.
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Dies war ein hilfreicher Artikel über Autopflege. Mein Auto muss eine neue Lackierung erhalten. Ich werde einen Spezialisten finden, der mir beim Lackieren meines Autos hilft.
Ich finde die Außenpflege vom Auto äußerlich wichtig. Der Autolack braucht insbesondere regelmäßige Pflege. Wir wollen unser Auto zur Autolackiererei nehmen, um es neu lackieren zu lassen.
Vielen Dank für den Beitrag zur regelmäßigen Autopflege. Mein Neffe möchte sein Auto reinigen lassen, da es nach dem letzten Urlaub nicht sehr sauber ist. Gut zu wissen, dass es auch zur Autopflege gehört, den Autolack regelmäßig auf Schäden zu überprüfen.
Danke für diese Tipps zur richtigen Autopflege. Ich habe einen Neuwagen mit einer Pulverbeschichtung, die ich möglichst lange erhalten möchte. Danke für den Tipp, dass ich groben Dreck immer manuell entfernen sollte, bevor ich das Auto mit dem Hochdruckreiniger säubere.
Meine Freundin hat fast dasselbe Auto als ich. Sie pflegt das Auto nie, ich mache das aber gerne. Man sieht den Unterschied wirklich! Auch warte ich bei einem Schaden nicht und fahre gleich zur Werkstatt.
Der Beitrag zum Thema Autolackierung ist sehr hilfreich. Ich wollte besser informiert sein, denn ich weiß sehr wenig darüber. Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, weiß ich genug über dieses Thema.
Ich habe meinen alten Transporter verkauft und konnte mir jetzt endlich nach langem Sparen einen neuen von einem Mercedes-Händler hier in Nürnberg kaufen. Für mich ist die regelmäßige Autopflege sehr wichtig und sogar mein alter Transporter war immer sehr gepflegt. Einen Hochdruckreiniger habe ich noch nicht benutzt, das muss ich mal ausprobieren, um den gröbsten Dreck zu beseitigen. Die Reinigung vom Innenraum ist für mich viel wichtiger als der Außenraum. Ich mag es überhaupt nicht, wenn sich Schmutz und Staub ansammeln, deswegen achte ich immer darauf alles gründlich zu pflegen. Gut zu wissen, dass ich bei der Autopflege auf aggressive Hausmittel mit Alkohol verzichten sollte. Danke für diesen Beitrag.
Es stimmt, dass regelmäßige Autopflege wichtig ist. Ich lege immer viel Wert auf die richtige Innenraumpflege. Ich habe auch schon beobachtet, dass man den Sitz nicht zu feucht säubern sollte.
Vielen Dank für den Beitrag zur regelmäßigen Autopflege. Mein Bruder hat ein neues Auto gekauft und pflegt das Auto nun jede Woche. Gut zu wissen, dass milde Reiniger für die Reinigung des Innenraums ausreicht.
Danke für die tollen Tipps für die Autopflege. Mein Freund hat sich ein gebrauchtes Auto zugelegt und möchte es vielleicht bei einem Autolackierer lackieren lassen. Danach ist natürlich die Pflege sehr wichtig. Gut zu wissen, dass die Außenreinigung von Bedeutung ist, da Schmutz, Staub sowie Salz im Winter den Lack sogar beschädigen können.
Ich habe einen kleinen Lackschaden am Heck. Mir war nicht bewusst, dass man vor allem im Winter durch Streusalz beim Auto leichte Schäden entstehen können. Wir werden uns an einen Gutachter wenden, der den Schaden überprüfen kann.
Hallo,
danke für euren tollen Beitrag zu diesem Thema! Ich setze mich damit derzeit intensiver auseinander und konnte für mich weitere hilfreiche Informationen mitnehmen. Was vergessen aus eurer Sicht eigentlich viele bei der Pflege und Wartung von ihrem Fahrzeug?
Viele Grüße Ralf
Ich möchte mich herzlich bei euch für den tollen Artikel bedanken! Die Informationen waren sehr hilfreich und gut recherchiert. Und ich freue mich schon jetzt auf weitere interessante Artikel von euch. Welche Fehler machen aus eurer Sicht eigentlich die meisten beim Unterhalt und der Pflege ihrer Fahrzeuge?
Grüße Daniel
Hey ihr Lieben,
ich wollte mal einen Gruß da lassen und mich für eure Arbeit hier bedanken. Eure Artikel sind einfach top und ich finde es beeindruckend, wie verständlich ihr komplizierte Themen erklärt. Ihr gebt euch wirklich Mühe und das merkt man. Weiter so!
Herzliche Grüße,
Jens
ich möchte gerne einen herzlichen Dank aussprechen für euren aufschlussreichen Artikel. Eure Arbeit hat mir wirklich dabei geholfen, das Thema besser zu verstehen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Grüße,
Leon
Die regelmäßige Pflege des eigenen PKWs ist nicht zu unterschätzen. Vor einiger Zeit konnte ich so bei meinem Auto feststellen, dass der Lack Kratzer aufweist. Deshalb habe ich direkt einen Termin in einer Werkstatt vereinbart.