Bei der Hauptuntersuchung 2026 finden TÜV-Prüfer öfter Mängel

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Kfz-Mechaniker prüft Scheinwerfer eines silbernen Pkw auf einer Hebebühne in einer sauberen Werkstatt, Klemmbrett in der Hand, warmes LED-Licht.

Das Abblendlicht bleibt Mangel Nummer eins bei der Hauptuntersuchung. Schon bei 4 bis 5 Jahre alten Autos liegt die Beanstandungsquote bei 2,3 Prozent, und eine defekte Scheinwerfereinstellung fällt oft erst beim Prüfer auf.

Beim Blick auf den aktuellen TÜV-Report 2026 wird eines sofort deutlich: Die Mängelzahlen der Hauptuntersuchung beim TÜV bewegen sich seit vier Jahren in dieselbe Richtung, und zwar nach oben. Nur noch 66,1 Prozent aller geprüften Pkw absolvierten die Hauptuntersuchung vollständig ohne Beanstandung, der niedrigste Wert seit neun Jahren. Gleichzeitig fielen 21,5 Prozent aller Fahrzeuge wegen erheblicher oder gefährlicher Mängel durch, ein Anstieg um fast einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr. Dahinter stecken vor allem ältere Fahrzeuge und aufgeschobene Reparaturen. Bei Elektroautos zeigen sich zudem Schwachstellen, die Verbrenner so nicht kennen.

Die Mängelquoten steigen seit Jahren

Der wichtigste Erklärungsansatz für den anhaltenden Trend ist das Alter der Fahrzeugflotte. Das Durchschnittsalter der Pkw in Deutschland lag laut Kraftfahrt-Bundesamt Anfang 2026 bei 10,9 Jahren, und ältere Fahrzeuge bringen mehr Verschleiß mit. Fahren Sie ein zehn Jahre altes Auto, müssen Sie damit rechnen, dass Gummidichtungen spröde werden, Bremsleitungen korrodieren und Federelemente ermüden, selbst wenn das Fahrzeug äußerlich tadellos aussieht. Das ist schlicht Physik.

Hinzu kommt ein Wartungsverhalten, das sich in wirtschaftlich angespannten Jahren verändert. Viele Halter schieben kleinere Reparaturen auf, weil der Wagen ja noch läuft und der nächste Werkstattbesuch etwas kosten würde. Dabei kostet das Einstellen der Scheinwerfer in der Werkstatt laut TÜV-Verband je nach Modell 10 bis 50 Euro, beim Lichttest im Herbst ist der Check oft sogar kostenlos. Fahren Sie mit verstelltem Scheinwerfer zur Hauptuntersuchung und fallen mit einem Mangel durch, zahlen Sie die Nachprüfgebühr obendrauf und müssen einen zweiten Termin organisieren. Der Aufwand übersteigt die eingesparte Reparatur bei Weitem. Laut TÜV-Verband stuften die Prüfer rund 135.000 Fahrzeuge wegen gefährlicher Mängel als verkehrsgefährdend ein, weitere rund 12.000 galten als verkehrsunsicher und wurden sofort stillgelegt. Das ist eine beunruhigend hohe Zahl.

Abblendlicht und Bremsscheiben führen die Mängelliste an

Das Abblendlicht führt die Mängelliste auch im Report 2026 unangefochten an. Bei acht bis neun Jahre alten Autos beanstanden die Prüfer das Abblendlicht in 4,2 Prozent der Fälle, bei zehn- bis elfjährigen bereits in 5,8 Prozent. Die häufigsten Ursachen sind eine falsch eingestellte Lichthöhe, defekte Leuchtmittel und beschädigte oder trüb gewordene Streuscheiben. Auch bei LED-Scheinwerfern gilt es als Mangel, wenn mehr als ein Drittel der Leuchtquellen ausfällt, und einzelne dunkle Segmente bemerken Sie vom Fahrersitz aus kaum. Ein kurzer Blick auf die Scheinwerfer beim abendlichen Parken kostet keine zwei Minuten und kann den Unterschied zwischen Plakette und Nachprüfung ausmachen.

Stark verrostete Bremsscheibe mit tiefen Riefen und Kantenrost an einem Pkw-Rad, Bremssattel und verschlissener Bremsbelag sichtbar, Tageslicht seitlich.
Riefen und Rost an der Bremsscheibe sind typische Befunde. Bei acht- bis neunjährigen Autos beanstanden die Prüfer die Scheiben in 2,9 Prozent der Fälle.

Auf Platz zwei der häufigsten Mängel bei der Hauptuntersuchung folgen die Bremsscheiben. Bei acht bis neun Jahre alten Fahrzeugen liegt die Mängelquote an den Bremsscheiben bei 2,9 Prozent, bei zwölf- bis dreizehnjährigen bei 3,6 Prozent. Verschleiß, Riefen und Korrosion sind die typischen Befunde. Bewegen Sie Ihr Auto überwiegend auf Kurzstrecken, bremsen Sie selten stark genug, um die Scheiben sauber zu halten. Rost setzt sich fest, die Beläge greifen ungleichmäßig, und irgendwann ist die Scheibe zu dünn für eine weitere Prüfperiode.

Bremsbeläge, Bremsleitungen und Fahrwerksfedern komplettieren die Liste der fünf am häufigsten beanstandeten Bauteile laut TÜV-Sonderauswertung. Undichte, beschädigte oder stark korrodierte Bremsleitungen gelten als besonders gefährlich, weil ein Verlust von Bremsflüssigkeit im schlimmsten Fall zum Totalausfall der Bremse führt. Defekte Federn und Stoßdämpfer verschlechtern die Fahrstabilität und können den Bremsweg laut TÜV-Verband um bis zu 20 Prozent verlängern. Ein Blick auf die Werkstattrechnung der letzten zwei Jahre zeigt schnell, ob diese Punkte zuletzt kontrolliert wurden.

Das hohe Gewicht schafft bei Elektroautos neue Schwachstellen

Elektrofahrzeuge galten lange als pflegeleichter als Verbrenner, weil Ölwechsel, Zahnriemen und Auspuffanlage entfallen. Der TÜV-Report 2026 zeichnet inzwischen ein differenzierteres Bild. Das hohe Gewicht der Antriebsbatterien belastet Fahrwerkskomponenten stärker, als viele Käufer beim Kauf einkalkulieren. Nach einer Auswertung von TÜV Hessen weist der Opel Corsa-e nach zwei bis drei Jahren bereits eine Mängelquote von 1,7 Prozent an der Achsaufhängung auf, beim Opel Mokka-e sind es sogar 3,5 Prozent.

Ein weiteres spezifisches Problem betrifft die Bremsanlage. Weil Elektroautos durch Rekuperation einen großen Teil ihrer Verzögerung elektrisch erzeugen, werden die mechanischen Bremsen deutlich seltener genutzt. Das klingt zunächst vorteilhaft, führt in der Praxis jedoch zu Rostansatz auf den Bremsscheiben, der sich mangels regelmäßiger Reibung nicht von selbst abschleift. Der Peugeot e-208 fiel in dieser Kategorie nach zwei bis drei Jahren mit einer erheblichen Mängelquote von 2,7 Prozent besonders auf. Fahren Sie ein Elektroauto, bremsen Sie deshalb regelmäßig bewusst kräftig mit der Fußbremse, wie es auch der TÜV-Verband empfiehlt, damit die Scheiben sauber bleiben.

Das Schlusslicht unter den zwei- bis dreijährigen Fahrzeugen ist das Tesla Model Y mit einer Mängelquote von 17,3 Prozent, dem höchsten Wert in dieser Altersklasse seit zehn Jahren. Fahren oder kaufen Sie ein solches Fahrzeug, lassen Sie den Zustand von Achsaufhängung, Bremsen und Licht vor der nächsten HU besonders sorgfältig prüfen.

Mazda 2 und ältere Mercedes-Modelle schneiden gut ab

Das andere Ende der Tabelle zeigt, dass Langlebigkeit kein Zufall ist. Der Mazda 2 ist Gesamtsieger des TÜV-Reports 2026 und weist bei seiner ersten HU nach zwei bis drei Jahren eine Mängelquote von nur 2,9 Prozent auf. Das liegt weit unter dem Durchschnitt von 6,5 Prozent in dieser Altersklasse.

Bemerkenswert sind auch die Ergebnisse älterer Mercedes-Modelle. Bei den zehn- bis elfjährigen Fahrzeugen belegen B-Klasse, GLE/ML und A-Klasse die ersten drei Plätze, mit Mängelquoten zwischen 13,9 und 15,4 Prozent. Die SUVs GLE und ML haben in diesem Alter im Schnitt bereits 170.000 Kilometer auf dem Tacho. Das Alter allein entscheidet also nicht über das Ergebnis. Ein gut gewarteter Zehnjähriger kann zur Hauptuntersuchung besser dastehen als ein vernachlässigter Fünfjähriger.

Für Gebrauchtwagenkäufer lässt sich daraus eine klare Handlungsempfehlung ableiten. Schauen Sie in die Servicehistorie, nicht nur auf den Kilometerstand. Ein lückenlos gewartetes Fahrzeug mit höherer Laufleistung ist verlässlicher als ein scheinbar günstiger Wagen ohne Belege für regelmäßige Werkstattbesuche. Die HU-Plakette sagt zwar etwas über den Zustand zum Prüfzeitpunkt aus, aber ein vollständiges Scheckheft sagt etwas über die Qualität der Pflege über die gesamte Nutzungsdauer.

Warnzeichen vor dem Termin ernst nehmen

Den Eigencheck mit Lichtprobe, Reifen, Flüssigkeiten und Bordausrüstung, dazu Kosten, Fristen und die Plakette, beschreibt unser Ratgeber Hauptuntersuchung ohne Mängel bestehen. Planen Sie ihn vier bis sechs Wochen vor dem Termin ein, dann bleibt Zeit für eine Reparatur.

Mann Mitte 40 hockt hinter dunkelblauem Pkw auf Parkplatz, prüft Rückleuchte mit Notizblock in der Hand, warmes Nachmittagslicht, lange Schatten.
Ein einfacher Eigencheck vier Wochen vor dem Termin deckt die häufigsten Mängel ab. Kontrollieren Sie Leuchten, Bremsgefühl und Flüssigkeitsstände selbst, kommen Sie entspannter in die Prüfhalle.

Wenn Sie beim Bremsen Vibrationen spüren, das Lenkrad bei 100 km/h leicht zittert oder das Fahrwerk beim Überfahren von Schwellen auffällig laut reagiert, sind das konkrete Hinweise auf Mängel, die ein Prüfer fast sicher notieren wird. Gehen Sie diesen Punkten vor dem Termin nach, nicht danach. Eine Werkstatt, die den Wagen zwei Wochen vor der HU auf die Hebebühne nimmt und gezielt die bekannten Schwachstellen prüft, kostet weniger als eine Nachprüfung plus Reparaturtermin unter Zeitdruck.

Die Plakette ist der Anfang, nicht das Ziel

Ein Fahrzeug, das die Hauptuntersuchung besteht, ist verkehrssicher zum Zeitpunkt der Prüfung. Danach liegt es in Ihrer Hand. Die Zahlen des TÜV-Reports 2026 sind kein Grund zur Panik, aber ein guter Anlass, das eigene Wartungsverhalten zu hinterfragen. Pflegen Sie Ihr Auto regelmäßig, fahren Sie sicherer und günstiger: Verschleiß, der früh erkannt wird, kostet einen Bruchteil dessen, was eine Panne auf der Autobahn oder eine Notfallreparatur kurz vor dem HU-Termin verursacht. Die Hauptuntersuchung ist dabei weniger Prüfung als Erinnerung daran, dass ein Auto keine Dauerlaufmaschine ist, sondern ein Werkzeug, das Aufmerksamkeit verdient.

Fotos: Textnetz, Generiert mit KI

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  1. Mängelbeseitigung: Wenn Handwerker nachbessern müssen - […] Sie eine Mängelbeseitigung: Sie als Auftraggeber können Schäden oder Mängel an der Arbeit des Handwerkers selbst beseitigen oder beseitigen…

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